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ADHS & Cannabis

Medizinisches Cannabis bei ADHS: Eine therapeutische Option

ADHS und medizinisches Cannabis: Dieses Thema ist für viele Betroffene mit Fragen verbunden. Kann Cannabis wirklich bei ADHS helfen? Ist es seriös? Und wer kommt überhaupt dafür in Frage?

Als Ärztin mit langjähriger Erfahrung in der Schmerztherapie und Psychosomatik ordne ich diese Möglichkeit nüchtern und fachlich ein. Medizinisches Cannabis ist kein Allheilmittel, aber in bestimmten Situationen kann es eine sinnvolle Ergänzung sein.

Dr. Claudia Hain
Wissenschaft

Was hat das Endocannabinoid System mit ADHS zu tun?

Das körpereigene Endocannabinoid System ist an zahlreichen Regulationsprozessen beteiligt: Aufmerksamkeit, Emotionssteuerung, Stressverarbeitung und Schlaf. Bei ADHS sind genau diese Bereiche beeinträchtigt.

Die medizinische Anwendung von Cannabis hat eine Jahrtausende alte Tradition. In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung das Endocannabinoid-System als zentrales neurobiologisches Regulationssystem identifiziert. Die wissenschaftliche Datenlage wächst kontinuierlich. Klinische Studien zeigen, dass Cannabinoide bei Patientinnen und Patienten mit ADHS-Symptomen wie innere Unruhe, Impulsivität oder Schlafstörungen positiv beeinflussen können.

Indikation

Für wen kann medizinisches Cannabis bei ADHS eine Option sein?

Medizinisches Cannabis kommt bei ADHS nicht für jeden in Frage. Es ist dann eine Überlegung wert, wenn neben der ADHS Kernsymptomatik zusätzliche Beschwerden bestehen, die auf bisherige Behandlungen nicht ausreichend ansprechen:

  • Anhaltende innere Unruhe, die auch in ruhigen Momenten nicht nachlässt.
  • Chronische Schlafstörungen, die die Tagesform erheblich beeinträchtigen.
  • Chronische Anspannung oder Schmerzsyndrome, die parallel zur ADHS bestehen.
  • Emotionale Überreaktionen, die durch andere therapeutische Maßnahmen nicht ausreichend reguliert werden.
Ob Cannabis in Ihrem Fall sinnvoll ist, lässt sich nur in einem persönlichen ärztlichen Gespräch klären.
Mein Vorgehen

Wie die Verordnung abläuft

Medizinisches Cannabis ist in meiner Praxis kein isoliertes Angebot. Es ist immer Teil eines umfassenden Behandlungskonzepts und wird verantwortungsvoll eingesetzt.
Sorgfältige Prüfung
1
Vor jeder Verordnung steht eine ausführliche ärztliche Anamnese. Wir besprechen Ihre Vorgeschichte, bisherige Behandlungen und aktuelle Beschwerden.
Individuelle Abwägung
2
Nutzen und Risiken werden offen und transparent besprochen. Nur wenn die Indikation medizinisch sinnvoll ist, erfolgt eine Rezeptverordnung.
Integrativer Ansatz
3
Cannabis ersetzt keine Psychotherapie. Es kann sie ergänzen, wenn bestimmte Symptome die therapeutische Arbeit erschweren.

Ihr erster Schritt

Ihre Fragen verdienen eine fundierte Antwort

Wenn Sie sich fragen, ob medizinisches Cannabis bei Ihrer ADHS Diagnose eine Option sein könnte, lade ich Sie ein, diese Frage in einem persönlichen Gespräch zu klären. Keine Vorentscheidung, keine Verpflichtung.

Lassen Sie es uns besprechen.

oder schreiben Sie mir: claudia.hain@hin.ch